Am erschte Septämber 1939

Die ganzi Nacht hany Maschinegschribe,
Es isch mer halt nytt anders ibrig blibe:
Y hätt im Bett jo doch kai Aug zue doo,
Will d’Närve gspyrt hänn, ’s wärd Entsetzligs ko…
In nägschter Zytt…
Do rasslet ’s Telephon.
’s isch
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Die Dame mit dem Pekineser

Prosa : Putzili – schläfst Du ?
Ja, es schläft, mein süsses Hündchen !
Ach, wie ich Putzili liebe !

Putzi ist ein liebes Hündchen –
Putzi ist ganz stubenrein –
Jeden Tag zehn volle Stündchen
Bin ich mit ihm
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Wie lang?

Wie lang isch aim doch d’ Poesie vergange,
Will d’ Wält vo Kriegsgschrai widerhallt gha hett ?
Wie lang hesch uff dr Fride miese blange ?
Und numme, will d’ Vernunft kai Gwalt gha hett ?

Wie lang het d’
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Sieschta ändi Augscht

Do sitz y uff em Hubel vor dr Stadt
Und stuun in d’ Augschte-Wält – e scheeni Wält :
In gränzelosem Blau stoht ’s Himmelszält,
Dr Horizont, voll Dunscht, verschwindet fascht,
Und dass y nit verbrenn im Sunneglascht,
Hipft still
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Babbi, wo bisch?

Stohsch uff dr Wacht und hesch ’s Gwehr in de Händ ?
Lysch uff em Strauh in dym Kantonemänt ?
Sitzisch emänd grad bim schrybe-n-am Disch ?
Babbi, wo bisch ?

Wo Du au bisch – kaini Sorge bruuchsch ha
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Denkst du daran?

Hat dich die Amme einst es nicht gelehrt,
Trankst du es nicht mit Muttermilch in dich,
Als du noch Säugling warst –

Und als des Unbewussten ersten Seins
Formlose Hülle barst:
Als du zur Schule kamst, nichtsahnend Kind,
Glücklich (denn:
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Wär isch ’s Wichtigscht in der Schwyzerarmee?

Wär isch ’s Wichtigscht in unsrer Schwyzerarmee?
Frögsch en Infantrischt – de bhauptet: Er!
Wär isch ’s Wichtigscht in unsrer Schwyzerarmee?
Frögsch en Kavallrischt – de bhauptet: Er!
Nur vo uns redet käin au numme s chlynschti Wort,
Und derby
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Schryb denn gly

My Vatter isch e starke Ma,
En Uniform, die het er a,
Er isch e feine Solidat
Und hebt für d’Schwyz sy Gwehr parat;
In jede Brief schrybt d’Muetter dry:
«Schryb denn gly – schryb denn gly!»

My Muetter han
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Kanonenlied

Kanone Dich nicht leben,
Kanone Dich nicht sein,
Und nie Kanone Wonne
Ich sagen: Du bist mein!

Du kommst mir als Kanone vor,
Und flüsterst Du mir als ins Ohr:
„Komm Schatz“ – dann flüstr‘ ich auch:
Das ist der
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