Dr Maje

Kind, wenn d’ im Mai spaziere gohsch
Und zwische schöne Matte stohsch
Und luegsch das Meer vo Blueme-n-a,
So muesch aifach e Freud dra ha ;
Und plötzlig gspürsch e tiefe Gluscht :
Do könnt me doch, ganz ummesuscht,
E
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Gang jetz spaziere!

Me waiss : uns in dr Stadt fählt Schnee !
Kuum hänn me en e baar Tag gseh,
verschwindet er, ’s sich sunderbar,
so gschnäll er ka – me maint fascht gar,
es gfiel em nit in Städtemuure,
er syg
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E Fluglehrling im Maie

’s Rotschwänzli het zem Wybli zwitscht :
„Was isch denn au, ohaie ?
Zwai vo de Junge fliege scho –
Nur ’s Glainscht wott nit zem Loch uus ko,
Derby isch ’s ändi Maie !“

Und ’s Wybli zwitscht: „So
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Letzte Blätter …

Der Sturmwind heult auf! Novemberwetter.
Die Bogenlampen schwanken im Wind,
Als duckten sie sich wie ein angstvoll Kind.
Die Luft durchwirbeln die stäubenden Blätter …

Noch stehen die Wälder in Farbenpracht.
Gleich Fackeln leuchten sie himmelan.
In ihren Wipfeln seufzt
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E glaine Summervogel

Bim offene Fänschter sitz y no bim Schrybe,
Do kemme sälteni Gschepfli an my Schybe,
‚Inseggte‘ sait mene, s isch jo vyl meh!
Me muess die Wunderdingli numme gseh.
Do isch grad ains — es isch e wohri Bracht —
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