’s Jährig

Geschtert zobe hett dr Spatz e soone goldig Myli gha,
Dass y ’s kuum rächt ka beschrybe, will me ’s halt scho gheert miesst ha :

Unuffherlig hett sy Stimmli teent – me hett bald nimmi gwisst,
Ob ’s jetzt joodlet oder ob ’s bim Gurgle grad sy Zeecheli isst !

Bald hett ’s gjuchzget wienen Aelpler, Scheeners stellt sich niemeds vor,
Bald hett ’s bäächzt ass wiene Bierbass vomene groosse Männerchor ;
Bald hett ’s gigelet und gyxt und bald hett ’s aifach numme krächzt
(Wiene Mentsch no zwanzig guete Witz als nohnem Otem lächzt) . . .

Unuffherlig isch das gange, ’s wird mer langsam angscht und bang,
Und y bi am Wage gstande und ha sälber scho-n-efang
Grämpf gha (nur vor lutter lache), und y ha mi lyyslig gfroggt :

Mues es sy, dass unserains sich als mit dausig Sache bloggt ?
Zuer Erlychterig, so glaub y, hett doch dä, wo alles länggt,
Unseraim (fir an en z’ dängge) äxtra sone Wunder gschänggt ?

Wenn är will, so wird das elter und wird sälber nohdinoh
Syni Wunder no erläbe . . . meg em ’s Juble nit vergoh !

Liebe Spatz, du rooserote – ’s Fejn isch grad: Du waisch jo nitt,
Wie my Frau und ych als stuune, ass es soone Wunder gitt !
Wie mir amme numme schlugge-n-und gliggsälig, Bligg in Bligg
Ys uff ’s Kinderbettli bugge —
Glai bisch . . . und doch ’s groossi Gligg.


Momente des Glücks mit Bolo ’s Töchterlein Marie-Louise „Marly“, ca. Mai 1939