Und Du lysch do …

Dr Edison haig ’s Telephon erfunde ?
Dumm Zyg ! Jetzt waiss y ’s : Ain im Fägfyr unde –
Ain ohni Kinder ! Dä het ’s äxtra gmacht ;
Und nochhär het er sich in ’s Fyschtli glacht :
„ Jetz derfe-n-er mynetwäge Kinder griege –
Prost Telephon – jetz winsch y vyl Vergniege !“
D’ Verwandtschaft, wo jo das nit wisse ka,
Die goht an ’s Telephon und schällt aim a,
Juscht wenn me maint, d’ Fraid mies aim iberschloo –
Und Du lysch do . . . .

Du wunzig Ding. Do lysch im glaine Bett
Und waisch nit, was me hitt fir Sorge het ;
Und tschuld an allem isch nur ’s Telephon !
Das bringt aim mänge unerwinschte Doon :
Ungfähr esoo : „ Jänai – es wird nit sy !
Wie haisst das Kind ? E nai – was fallt Dr y –
Dasch doch kain Namme, wo uff Basel basst –
Das deent, ass hättsch en naime-n-uusegjasst . . . „
Wär me nit froh, so mecht me d’ Wänd uff goh –
Und Du lysch do . . . .

E Stund druff schällt ’s : „ Wenn sott die Dauffi sy ?“
Me sait ’s – und dänggt : So isch ’s, und ’s blybt derby !

Me stuunt, will me kai Geegewort vernimmt –
Bis me-n-e Stimm hert, und die frogt bestimmt :
„Wär dauft ?“ Me sait dr namme : Soundso.
„ Y ha ’s no dänggt“, so deent ’s : „Y wird nit ko !“
(Schych frogsch, worum nit) „Will mer dä nit gfallt !
Z’ jung isch er ! In d’ Familie gheert dr Alt !
’s git nur ai Pfarer, wo in Frog darf ko !“ – –
Und Du lysch do . . . .

So hälf Dr Gott, Du glaine-n-Augestärn.
Wird mer e brave Mensch. Haig d’ Mensche gärn.
Wird gross (im Härz) . Dängg rächt. Und : Blyb ys gsund.
Doch bis dr Ärnscht vom Läbe-n-an Di kunnt,
Dringg Du getroscht. Und schloof. Und näbeby
Griegsch frischi Windle, immer wenn ’s mues sy –
Gar mänggs vo uns wär mänggmol noh so froh,
’s kennt sich vo liebe Händ frisch bette loo.
Lueg y Di a, mues alles Schwär vergoh,
Denn : Du lysch do. –


Motto: My acht Dag alte Bueb. Ende November 1941

Vorgelesen von Bolo selbst auf Rudolph (Bolo) Maeglin liest eigene Gedichte: