Das isch halt d› Märtplatz-Glygge!

mcb logoAm Monschter (kain sag «Drummeli», sunscht pagg y ’s!),
Wenn 40, 50, 60 Bombewaggis
Uff d› Bihni kemme, so dass ’s «Volgg» muess rase
Und ’s grootet uus em Hysli vor Ekstase,
Und wenn ’s deent und drehnt ganz unverglychlig
Und d› Ovatione rassle, lang und rychlig,
Denn darfsch ’s als «Fäldgschrai» under d› Masse kygge:

Das isch halt d› Märtplatz-Glygge!

Wenn d› an der Fasnacht so bym Ummebummle
E Carrée Ruesser heersch genialisch drummle
Und vornedra hersch pfyffe jubelfroh,
Ass hiengt der Himmel voll vo Piccolo!
Und wenn ’s d› Zuelooser in de Finger juggt
Und ene d› Puls hochjaggt ass wie verruggt –
Denn darfsch es stolz als «Fäldgschrai» uusekygge:

Das isch halt d› Märtplatz-Glygge!

Wenn zmitts im Joor so 150 Nase
Im Fähnli-Wännli-Dram dur d› Stadt tien rase,
Nohdäm si zerscht der Rhy «belaschtet» hänn
Und denn fascht z› Riechen usse kehre wänn –
Und wenn dernoo mit ihrem Glygge-Stelzli
Uff ’s Mool im alte Jakobsbärgerhelzli
In Schitzelinie … d› Männer rächt uusträtte,
Ass wenn si ’s Billijé uff dr Schiffländi hätte –
Denn waiss me, ohni ’s zerscht in d› Landschaft z› kygge:

Das isch halt d› Märtplatz-Glygge!

Wenn’s druff im Waldhuus uss e Feschtli gitt
Mit eme Menü … de verworggsch ’s fascht nitt;
Und wenn Kanone wie der Schüriger Willy,
Dr Hofma-Alfred (jooo: Der Schych … der Stilli!)
Und unsere Werner Deiss bym «Trunk im Ehre»
De wohlverdiente Gschängg nimm kenne wehre –
Denn darfsch ’s mit Haidfraid in ’s Säli kygge:

Das isch halt d› Märtplatz-Glygge!

So ähnlig hänn si ’s 40 Joor lang dribe,
Sinn elter worde, doch die Glyche blibe!
Wie Bäch und Schwäfel hebbt die Bande zämme
Will ’s uff dr Gaischt akunnt und nitt uff d› Nämme!
Soo solle au die Junge kimftig trybe
Und elter wärde … und die Glyche blybe,
Dass d› Stadt begaischteret ’s Wort tuet wytterkygge:

’s gitt nur ai Märtplatz-Glygge!


Bolo zum 40-jährigen Jubiläum «seiner» Märtplatz-Clique 1963, bei der er Gründungsmitglied war und bis zu seinem Tod 1973 als Tambour und Zeedelschreiber wirkte.