Y sag kai Doon

Y bi-n-e Glyggemitglid wunderbar.
Kai Bai vo allne isch sich driiber glar,
Eb ych so bleed bi, oder nur so schych –
Y waiss es sälber nit, und mir isch ’s glych.
Y waiss au nit, wie-n-y derzue ko bi –
Uff aimool biny aifach Mitglid gsii.

Refrain: Y sag kai Doon, y find ’s nur intressant.
Es isch halt schad, ass ych vo allem nyt verstand.

Y frog mi als, worum ass ’s Larve git ?
Das isch doch bleed, do kennt me-n-aim jo nit! –
Worum dien d’ Lyt in Piccolohelzli speye ?
Worum dien äch als d’ Drummelfäll verheye ?
Verheyte si ächt au, wenn d’ Drummelmanne,
Täte statt Eelfäll . . . Zuefäll driiber spanne ?

Refrain: Y sag kai Doon, y find ’s nur intressant.
Es isch halt schad, ass ych vo allem nyt verstand.

Wenn mir e Sujet hän, no kenn y ’s nit !
He jo, will ’s gar e Huffe Sujets gitt!
Und frogt mi ain, was ych im Vordrab miech,
Denn waiss ych ’s nit, denn haisst ’s „E dumme Siech“!
Ych fin die Antwort gar nit unreheert,
Will das vilicht jo grad zem Sujet ghert ?

Refrain: Y sag kai Doon, y find ’s nur intressant.
Es isch halt schad, ass ych vo allem nyt verstand.

Und griege mir mit Konkurränte Krach
Am Morgestraich, und rauscht ’s und git ’s uff ’s Dach –
Und fliegt e Schleegelbeeri mir an d’ Nase,
So dass si ufgschwillt, wie-n-e Bluemewase,
Und haut mer ain uff ’s Aug im Schwung im dolle,
Dr mächtig Dambourmaierstäggebolle –

Refrain: Y sag kai Doon, y find ’s nur intressant.
Es isch halt schad, ass ych vo allem nyt verstand.


Aus einem Flyer des Ortsmuseums Binningen von 2005:

Stellvetretend für sein umfangreiches, fasnächtliches Schaffen zeugt das Gedicht „Y sag kai Doon…“ von einem tiefen, durch Einfühlungsvermögen und Menschsein geprägten Bezug zur Basler Fasnacht in all ihren Facetten und gesellschaftlich-sozialen Besonderheiten.

Bezüglich des gewählten Baseldeutschs sei hier auf folgende redaktionelle Anmerkug hingewiesen, welche sich auf zwei Gedichtbände und diverse Manuskripte bezieht, in denen dieses Gedicht in unterschiedlicher Schreibweise erschienen ist.

y sag kai doon triplett