An Hans Eppens

Dr Bertolf Hans, wo als fir d‘Nazi -Zyttig
Duet umenander schnaigge, was er knipse kennt,
Am Rhybord unde oder anderwyttig,
Isch letschthi an dä Heer do ane g‘rennt.

Dr aint und ander vo de Läser dunggt‘s als hätt er
En au scho gseh in däre Positur,
Er sammlet au Motiv, by jedem Wätter
Goht är uff d‘Suechi uuse in d‘Natur.

Dä Kinschtler hett kaim „-ismus“ sich verschribe,
Er moolt und zaichnet aifach, wie‘s ihm gfallt,
Isch still drby und ganz bischaide blibe
Und s‘Uff und Ab vom Kunschtmärt losst ihn kalt.

In aim Punggt aber, do isch är empfindlig:
Wenn‘s um s‘alt Basel goht, kunnt är in d‘Hitz,
Er sait de Heere-n-Architeggte grindlig,
Die neyi Baukultur, das syg e Witz.

Fir d‘Burgerhyser isch är Fyr und Flamme,
Verschwindet wider ains, so duet‘s ihm weh.
So Lyt wie dä - Hans Eppens isch sy Namme -
Sinn laider hitte z‘Basel nit vyl z‘gseh.

Severin


Das besagte Gedicht wurde 1951 neben einer Fotografie von Hans Bertolf in der Nationalzeitung veröffentlicht. Die Fotografie zeigt den Zeichner Hans Eppens (1905–1988) im Basler Rheinhafen.

Wie dieses Gedicht den Weg zu uns gefunden und was Bolo mit Hans Bertolf zu tun hatte, wird im News-Beitrag «Bolo und Bertolf» genauer erläutert.

Das Fotobuch «Foto Bertolf - Typisch Basel» erscheint Ende Oktober 2022 im Reinhardt Verlag.