’s Jugedfescht

Es isch nit lycht, so ebbis z‘ arrangschiere,
Denn d‘ Juged isch doch wiene Sagg voll Fleh
(zum Gligg!: E Juged, wo sich kuum tät riehre –
E duuchi Juged wär kei Juged meh).
Wie nämme sich do Burschte-n-und au Maitli
E Haidemieh um jedes ainzeln Kind,
Bemuetteres bi jedem Glägehaitli,
Will si im Grund (wie scheen) au Kinder sind.
Kuum händ si gschnablet und ihr Flissigs trungge
(’s het meh, ass D‘ mainsch in Kindermägli Platz),
Wird vo de Fiehrere und Fiehrer gwungge –
Jetzt kemme d‘ Spiler…jedes isch e glatt’s:

Sie schnabbe-n-uff der Rolle Wysswurschtzipfel –
Sie bängle Balle, stäche ’s Seili ab –
Sie glättere-n-an der Stange bis an Wipfel –
Mit Segg um d‘ Bai hopst mänggs ass wiene Grabb –
Tails schiesst me-n-und tails macht me „Ringerose“,
Tails singt me lieblig „Machet auf das Tor“,
Mängg Buebekoschtym kriegt allmählig Moose –
Mängg Maiteli verliert dr Lätsch im Hoor –
Wie tien bi Wannegumbbe d’Binggis pruschte!
Als bsunderi Attraktion gilt ’s „Russisch Rad“.
Und mänggs mecht bi der Rutschbahn fascht vergluschte
Und stoht scho’s zwanzigscht Mol am Schwanz parad.
Und zwischenyne gitt’s mängg Tränekepfli –
Grand grynt e „Buurefrau“ ass gotterbarm –
Es hett sich halt verluegt, das härzig Gschepfli,
’s het gmaint gha, d‘ Eltere syge-n-ab…das Arm!

So goht dä Dag verby, und ’s Bild blybt feschtlig
(Me froggt sich still, worum das niemerds mool?) –
Soo mit der Juged jung z‘ sy – isch ’s nit keschtlig?
Es tuet de Närve-n-und der Seele wohl.

Martin Bim.