2 Zyler vom Bolo für d› MHB-Neu-Instrumäntierig

Wenn d› Instrumänt so wytter-plääre,
Verrecke d› Schnägge, d› Schnoogge, d› Wäre!

«Wie cha me» (huuche d› Rachemandle)
«Mit sonigen Instrumänt no wandle»

s› Guetbloose das isch kai Vergniege,
Wenn ain vor Chraft muess Struma griege!

Die Musikante kenne ’s Fach –
Nur d› Instrumänt sin alt und schwach!

Wenn ’s nitt sooo Musikante wäre,
So hätt ihr Aaseh lengscht e Fläre!

D› Frau Dirigäntene klagt: «Moi Ma
Schnauzt mich statt d› Instrumentle a!»

«So Chlappe» (schrillt ’s alt Piccolo)
«Dörft men als Mensch nümm laufe loo!»

Und bruucht d› Muusig no ’s Klavier,
Wär au dä Chaschte sicher stier!

«Ich tön nur no» (so wimmeret ’s Horn)
«Wie Chumm y hütt nitt, chumm y morn!»

D› Frau Musica hett ’s Ghör verschtopft –
Wär wäiss, wenn ass si d› Finke klopft!

Die gueti alti Zugposuune
Krächzt wiene chybig Wyb mit Luune!

Der Bass vollfüehrt e dumpg Gestöhn:
«Uus mir gitt ’s nur no Runzle-Tön!»

«Wenn jedi Flöte tönt wien ych»
(Maint d› Flöte) «denn wird käini rych»

Gnueg dummi Chlappe gitt ’s, y wett –
’s Dümmscht sinn si bynere Klarinett!

«’s rych Binnige» (so rätzt d› Trumpete)
«Hett für my Noochwux gwüss Monete!»


Pausenfüller-Reime für einen Anlass (Neu-Instrumentierung) der Musikgesellschaft MHB (Metallharmonie Binningen) vom 23., 24. und 25. August 1968.

Absichtlich im typisch «ländlerisch angehauchten» Binninger Dialekt verfasst.