E schneidigs Häsli

An der Gränze stoh, das isch schön und guet,
Denn do stohsch jo für dy Haimetland parat!
Aber schliesslig hesch käi Forällebluet,
Denn sunscht wärsch jo z’letscht emänd au käi Soldat!
Nai, ’s Konträri, das
lsch mäischtens ’s Gegetäil:
Du hesch Läbe und du wäisch, zue was ’s di zieht
Für e nätte Has
Wär dir der Lüfzger fäil
Und du wünschisch dir voll Sähnsucht für dy Gmüet:

Ein schneidig Häslein für im Wald und auf der Heide, hei
’s wär‘ eine rechte Augen-, Ohren-, Herzensweide, hei!
Es bruucht käi Tochter vomme Bankier z’sy
(Wär Durscht het, trinkt zur Not au Konsumwy!)
’s bruucht nur e Mäitli mit eme rächte nätte Gfräsli:
E schneidig Häsli, bei,
Für ’s Härz e Väsli, hei!
E richtig härzig glunge nuggisch Schwyzerhäsli!

Stäggt me monatlang im Soldatekleid,
Muess me Sehnsucht noh me bitzli Liebi ha. Zwor e Liebschti hän mir jo wyt und breit, Die ghört jedem und die heisst: Helvetia! Die isch lieb und guet,
Doch leider zue abstrakt,
Und umarme ka si kein, so gärn er ’s tät! Was ’s Soldatebluet
Denn doch ganz andersch packt,
Wär: e richtig saftig Mäitli, wenn er ’s hät:

Ein schneidig Häslein für im Wald und auf der Heide, hei
’s wär‘ eine rechte Augen-, Ohren-, Herzensweide, hei!
Es bruucht käi Tochter vomme Bankier z’sy
(Wär Durscht het, trinkt zur Not au Konsumwy!)
’s bruucht nur e Mäitli mit eme rächte nätte Gfräsli:
E schneidig Häsli, bei,
Für ’s Härz e Väsli, hei!
E richtig härzig glunge nuggisch Schwyzerhäsli!


Eines von sieben Liedern aus:
Lieder aus dem Soldatenstück „Gilberte de Courgenay“, 1938.
Text: Rudolph Bolo Mäglin
Musik: Hans Haug

(Das Liederbuch bei swissbib)

Lieder aus dem Soldatenstück Gilberte de Courgenay - Ein schneidig Häslein

Hier eine Interpretation dieses Liedes aus dem Theaterstück „Gruss an Gilberte“ von 1989 (Regie: Jörg Schneider, mit Jörg Schneider, Paul Bühlmann, Sabina Schneebeli u.v.a.).