Tschitsch, der Ehrgeizige

Jugendroman.tschitsch cover

Aare-Verlag, Bern 1949.
Schweizerische Jugendbibliothek Band 1
Redaktion: T. J. Felix, Zürich
Printed in Switzerland by Uto-Druck AG Zürich

Mit Illustrationen von Rudolf Wunderlin
Mit einer Einleitung zur Eröffnung der Schweizerische Jugendbibliothek von T. J. Felix
Mit einer Einleitung «Ein Brief vom Lesen» von Georg Thürer

«Ein Schriftsteller, der die Jugend liebt und versteht»

T. J. Felix in der Einleitung zu Tschitsch, der Ehrgeizige über Bolo, dessen Jugendroman 1949 als erster Band die Buchreihe «Schweizerische Jugendbibliothek» einweihen durfte:

Wir sind sicher, dass Ihr nachher umso mehr an dem kleinen Jugend-Roman Gefallen finden werdet, der aus der Feder eines Schriftstellers stammt, der die Jugend liebt und versteht, und schon einige Geschichten für sie geschrieben hat.

Rezensionen

Der bekannte Basler Schriftsteller Rudolf Bolo Maeglin, Verfasser der Gilberte de Courgenay, startet die im Aare-Verlag (Bern) herausgegebene Schweizerische Jugendbibliothek mit Band 1: «Tschitsch, der Ehrgeizige». Die feinsinnige Art und das psychologische Verständnis, mit denen der Autor an die Jugend gelangt, beeindruckt diese bestimmt so tief, dass ein jedes Kind nach der Verarbeitung von Rudolf Wunderlin illustrierten Werkes ein wenig sein Gewissen erforscht. Eingeleitet wird der Erstling der S.J.B. durch einen klugen Brief von Georg Thürer über das Lesen.

Basler Woche 1949

 

Mit diesem kleinen Bubenroman wird die von T.J. Felix redigierte Sammliung der «Schweizerischen Jugendbibliothek», in der bald weitere Arbeiten von Hans Zulliger, Gerti Egg und Rita Manuel erscheinen sollen, eröffnet. Die Abenteuer, die der Anführer der «Schlangenbande», der schalkhafte und furchtlose Tessinerbub Tschitsch, als Schüler, Stift einer Bank und Ausläufer einer Bäckerei erlebt, sind frisch und einfallsreich berichtet. Theoretischen Ratschlägen zieht der Verfasser das lebendige Beispiel vor. Ohne Erzieher-Umschweife schildert er, wie der gutherzige Sohn einer fleissigen Arbeiterwitwe durch seine Herrschsucht in Gefahr gerät, sich selber allzu wichtig zu nehmen.Er wird zwar von der Ploizei für seine tatkräftige Mitarbeit als Detektiv belobigt, aber R. B. Maeglin führt ihn auch in Situationen, in denen er ziemlich jämmerlich dasteht. Besonders hübsch ist sein Verhältnis zu einem alten, einsamen Botaniker geschildert. Die holzschnittartigen Illustrationen von Rudlf Wunderlin setzen auf gelegentlich etwas groteske Art den realistischen Stil des Erzählers fort.In einer einleitenden Betrachtung spinnt Georg Thürer einige nachdenkliche Gedanken über den Segen und den Fluch des Lesens sowie über seinen Anreiz zu innerer Sammlung oder zu blosser Zerstreuung aus.

C. S.

National Zeitung Nr. 108 vom 05.03.1949

 

Im Kampf gegen die Schundliteratur!

Mit Spannung erwartete man das Erscheinen des in ziemlicher Aufmachung angekündigten
1. Bandes der Schweizerischen Jugendbibliothek.
Das Geleitwort des Redaktors, T.J.Felix, und ganz besonders der überaus wertvolle
« Brief vom Lesen », mit dem Georg Thürer die jugendlichen Leser begrüßt, lassen uns
recht Gutes vermuten! Leider können uns aber weder die erste Erzählung Tschitsch, der
Ehrgeizige », von Rudolf Bolo Maeglin, noch die Illustrationen von Rudolf Wunderlin recht
befriedigen.
Wir hätten dem Unternehmen als Start gerne eine gediegenere Erzählung gewünscht.
die den vorangestellten Forderungen Thürers eher gerecht geworden wäre als diese recht
konstruierte, auf die oberflächliche Sensationslust der Jugend eingestellte Sache.

E. E.

Schweizerische Lehrerinnenzeitung 1954, Heft 3