's Läbe isch kai Kinderspil

's Läbe isch kai Kinderspil
Pagg's drum fescht am Fägge.
An dr Fasnacht pfyff, ruess, danz
Wie der Lump am Stägge!


Dieses prägnante, lebensbejahende Gedicht Bolos wurde uns im September 2026 von jemandem zugespielt, der es rein zufällig in der Basler Zeitung vom 12. September 2026 gesehen hatte und dort - winzig klein - "BOLO MÄGLIN" hatte entziffern können. Die Redaktion dankt.

Anm. d. Red.: Personendaten wurden aus Diskretionsgründen unkenntlich gemacht.

 

Nachtrag:

Nach anschliessendem Kontakt mit der Trauerfamilie konnten wir herausfinden, dass der Verstorbene Mitglied der Safran-Zunft in Basel («D' Saffre») war, welche über einen Zinnbecher von 1950 verfügt, auf welchem ebendieses Gedicht von Bolo eingraviert ist und welcher dem Dahingeschiedenen gemäss seiner Enkelin äusserst wichtig war:

 

 

 

 

 

 

 

Zudem erreichte uns nach Veröffentlichung des obigen Textes eine E-Mail des Sohnes des Verstorbenen mit einer interessanten Ergänzung:

Gerne ergänze ich, dass dieses grossartige Kurzgedicht nicht nur auf dem Becher meines Vaters, sondern auf allen sogenannten «Saffre-Bechern» graviert ist. Dieser Becher wird jährlich jeweils dem dienstältesten Oylmper im Spiel der Saffranzunft verliehen. Seit wann dies so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

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Teilstück der originalen Trauerkarte, die der Redaktion nachträglich zugestellt wurde. © Andy Schenk, Scriptor am Rheinsprung

Das Gedicht ist ebenfalls erwähnt im Newsbeitrag Fundstück: Des einen Leid, des andern Freud.

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