Basler Kaländer – Dr Merze

Im Merz, wenns (mänggmol) rägnet, schnejt und kuuttet,
Sott als normal der Friehligsafang sy,
Wies in de grischtlige Kaländer luuttet;
D Schneegleggli lytten en fascht fyrlig y.

Der Crocus setzt sich wunderfarbig dure
und lychtet gääl und moov im satte Grien –
Die erschte Imbi gsehsch dry-yne sure,
Wo denn im Stogg ‚Rapport erstatte‘ mien.

Die erschte Stare sueche flyssig Made
Und richte ihri Käschte wohnlig y.
Der Burger kauft sy erschte Oschterflade
(Das muess nit unbedingt e griene sy).

Im Merze tuets sogar im ‚Storgge‘ griene
Bym keltschte Wätter! Mängge kunnt in d Setz:
D Styrzeedel, die verfriere nie und niene! –
Wär no kai Schnubbe hett, dä griegt en jetz!

De Bessergstrählte griene d Dividände –
Die mien nitt uff e Keltiruggschlag goh –
Si hänn kai Froschtschutz miesse dra verwände
Und hänn no nie kai Torfmull driberdoo.

Mir andere derfe Gratisgold bitrachte:
D Forsythie blieje, s isch e wohri Bracht.
Isch das kai Gnuss? Me muess sich numme achte,
Was fir e Augefraid d Natur aim macht.

Me gseht an allne Egge Kinder gluggere –
Doo bruuchts nytt Griens derzue; s hätt ganz kai Zwägg.
Si dien enand d Glasbimmeli abfuggere
Bym ‚Lechle‘ … im Hydrantedeggelidrägg.

Der Merz macht elteri Lytt gärn mied und hässig –
Drum styggt der Pillekonsum seriewys,
Und wär dra glaubt, dä findet froh: s syg gschpässig,
Wie s Bluet gly frischer dur d Arteri pfys.