Sieschta ändi Augscht

Do sitz y uff em Hubel vor dr Stadt
Und stuun in d’ Augschte-Wält – e scheeni Wält :
In gränzelosem Blau stoht ’s Himmelszält,
Dr Horizont, voll Dunscht, verschwindet fascht,
Und dass y nit verbrenn im Sunneglascht,
Hipft still e lyse Luft vo Blatt zue Blatt.

E-n-Aerifäld dähnt sich in waiche Wälle –
Dert uff dr Matte maaje si zälbander –
E-n-Immelischwarm summt umme-n-Oleander –
Brombeeristuude hange dief und schwär –
E-n-Aicherli gumbbt vonere Fehre här –
Vom wytte Dorf heert me-n-e Hofhund bälle . . .

Waissgott: E scheene-n-Augscht – e scheeni Wält !
– Do kunnt e Ma und legt e Zyttig ane.
Das rysst mi uus mym Draum, duet mi dra mahne,
Dss d’ Wält vyl scheener wär, wenn ’s d’ Mensche lehrte
Und ändlig zue däm Glaube sich bekehrte,
Dass ’s Scheeners git als Kampf um Macht und Gäld !

Statt däm list me vo Grieg ! D’ Wält wird aim grau
– Y wird e bitzli truurig ; lueg graduus . . .
Dert unde bi däm braite Buurehuus
Spielt mit eme junge Kätzli froh e Kind ;
Das waiss no nyt vo aller Menschesind – – –
Do wird au mir dr Himmel wider blau.

Martin Bim


Publiziert in der National-Zeitung vom 30. August 1936.